Berufsfachschule Typ III Bautechnischer Assistent

Ausbildungsziele

Die zweijährige schulische Berufsausbildung zur/zum staatlich geprüften „Bautechnischen Assistentin/en“ ist eine doppelt qualifizierende berufliche Erstausbildung, die nach Ablegung einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung zu dem genannten Berufsabschluss führt und gleichzeitig zum Besuch einer Fachhochschule berechtigt. Die Ausbildung vermittelt weitreichende Fertigkeiten und Kenntnisse in der Bautechnik, sowie der Datenverarbeitung, der Netzwerkpflege und der Anwendung bauspezifischer und allgemeiner Software. Zudem soll sie die Lernenden befähigen, Architekten, Bauingenieure und Techniker bei deren Arbeit zu unterstützen. Dazu gehören Aufgaben wie konstruktive Planung, Erstellung von Ausschreibungen, Abrechnung von Bauleistungen sowie die Bauüberwachung. Die Fachhochschulreife wird mit Bestehen der Abschlussprüfung und Erfüllung der fachpraktischen Voraussetzungen zuerkannt. Voraussetzung dafür ist:

  • ein einschlägiges halbjähriges Praktikum, auch im Rahmen einer folgenden einschlägigen Berufstätigkeit oder Berufsausbildung

Unterrichtsfächer

Die Unterrichtsinhalte der berufsbezogenen Lernbereiche werden in Form von Lernfeldern vermittelt, d. h. die Struktur des Unterrichts orientiert sich an beruflichen Aufgabenbereichen und Situationen, die im späteren Berufsleben von Bedeutung sind. Dazu wird der Unterricht weitgehend fächer- bzw. lernfeldübergreifend gestaltet.

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Schwerpunkt Bautechnik
  • Schwerpunkt Datenverarbeitung

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Englisch
  • Mathematik
  • Deutsch/Kommunikation
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Wirtschaft/Politik
  • Religion/Philosophie

Ausbildungsinhalte

Berufsbezogener Schwerpunkt
Das Lernangebot im Bereich der Bautechnik und der Datenverarbeitung gliedert sich in die nachstehend angeführten 10 Lernfelder (LF), in denen die jeweiligen berufsbezogenen fachtheoretischen, fachzeichnerischen und fachpraktischen Inhalte vermittelt werden.

LF 11 Bauwerke planen und gründen
LF 12 Bauteile im Mauerwerk konstruieren
LF 13 Bauteile in Beton und Stahlbeton planen und herstellen
LF 14 Stahl- und Holzkonstruktionen entwickeln
LF 15 Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten planen
LF 16 Geschossbau konstruieren
LF 17 Einfache IT-Systeme
LF 18 Lokale Netzwerke und Netzwerkdienste bereitstellen und administrieren
LF 19 Kundenspezifische Datenmanagementsysteme erstellen und anwenden
LF 10 Fachspezifische Anwendungen entwickeln

Wahlfach
2. Fremdsprache zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife in der Berufsoberschule.

Praktikum

Im ersten Ausbildungsjahr sind zwei jeweils vierwöchige Praktika im Berufsfeld Bautechnik/Datenverarbeitung zu absolvieren. Die Schülerinnen/Schüler suchen sich ihren Praktikumsplatz selbstständig. Die Schule ist dabei unterstützend tätig und begleitet die Lernenden während der Praktika.

Aufnahme Eingangsvoraussetzungen

  • Mittlerer Schulabschluss oder
  • die Versetzung in die Oberstufe eines Gymnasiums
  • oder eine als gleichwertig anerkannte Schul­bildung.

Zulassung
Über die Zulassung entscheidet die Aufnahmekonferenz anhand des eingereichten Zeugnisses. Die Summe der Noten in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik wird gebildet und der einfache Durchschnitt der Noten in allen weiteren Fächern addiert. Zusagen erfolgen im Rahmen der verfügbaren Plätze.

Nachrückverfahren
Es kommt vor, dass zugelassene Bewerberinnen bzw. Bewerber sich anders entscheiden und ihren Schulplatz zurückgeben. Nicht aufgenommene Bewerberinnen und Bewerber können im Nachrückverfahren berücksichtigt werden.

Benachrichtigung
Das Ergebnis der Aufnahmekonferenz wird schriftlich mitgeteilt. Mündliche Auskünfte werden nicht erteilt.

Kosten

Der Unterricht in den Berufsfachschulen ist schulgeldfrei. Lernmittel werden im Rahmen der geltenden Bestimmungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Besuch der Berufsfachschulen kann nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert wer­den. Anträge sind an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung zu richten.

Bewerbung

Nur vollständige Bewerbungsunterlagen gelten als Bewerbung. Eine Bewerbung ist vollständig mit:

  • Bewerbungsbogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  • bei Minderjährigen mit Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten
  • Lebenslauf
  • Beglaubigter Kopie
  • des Abschlusszeugnisses oder
  • des letzten Halbjahreszeugnisses (vorläufiger Nachweis) oder
  • des Abgangszeugnisses der zuletzt besuchten Schule.

Bewerbungsbogen und Informationsmaterial erhalten Sie auf der Homepage www.rbz1.de sowie im Schul­büro des RBZ1 Regionales Berufsbildungszentrum Soziales, Ernährung und Bau in Kiel. Die Abgabe der Bewerbungsunterlagen kann per Post oder persönlich in der Zeit von 8.00 bis 12.00 Uhr am Infopoint erfolgen. Bewerbungsfrist Bewerbungen für das kommende Schuljahr müssen bis spätestens 1. März in den Schulbüros vorliegen. Letzter Termin für den Eingang der Unterlagen im Schulbüro ist 12.00 Uhr. Später eingehende Bewerbungen können nur im Nachrückverfahren berücksichtigt werden.