Austausch mit den Vermessungstechnikern und den Bautechnischen Assistenten (BFBA) vom RBZ1 mit dem lycée professionnel Tony GARNIER in Lyon Bron. Vom 08.05.2017 – 28.05.2017

Abends inspizierten wir dann erschöpft unsere Unterkunft, ein gepflegtes Studentenwohnheim im Stadtteil Villeurbanne. Und fanden, entgegen unserer Befürchtungen, Einzelzimmer mit eigenem kleinem Bad vor. Nach kurzer Erkundung des umliegenden Viertels und einem Abendessen ging es auch schon zu Bett.
Am nächsten Tag fuhren wir mit der Métro zur unserer Schule „Lycée professionnel Tony Garnier“. Wir erhielten vom stellvertretenden Schulleiter eine ausgiebige Führung durch die einzelnen Bereiche der bauorientierten Berufsschule. Später lernten wir auch unsere französischen Tandempartner kennen, mit denen man sich trotz anfänglicher Sprachschwierigkeiten schnell anfreundete. Die Woche, die wir mit den Franzosen im Sprachkurs verbrachten, verging im Flug.
Am Freitag besuchten wir mit dem jeweiligen Tandempartner die uns zugeteilten Betriebe, damit wir uns auch allein im erschlagend großen Métro-Netz der Stadt zurechtfinden würden. Von den Vermessungsbüros, den Baufirmen, den Bauingenieuren und den Architektenbüros wurden wir herzlich begrüßt. Am Wochenende gab es dann etwas Rahmenprogramm nebst einer Stadtführung durch den modernen Stadtteil Confluences und einem Bootstrip auf der Saône. Außerdem besuchten wir einen großen Park mit botanischem Garten und einem Zoo. Nach dem ausgelassenen Wochenende ging es dann in die erste Arbeitswoche. Es war sehr interessant zu sehen, wie in Frankreich gearbeitet wird. Es gab viele Parallelen, aber auch einige Unterschiede. Besonders in der Vermessungstechnik sind die Aufgabengebiete natürlich ähnlich, die Umsetzung ist hingegen im Vergleich zu Deutschland anders. Dies liegt vor allem an der Organisierung des Katasters in Deutschland und in Frankreich.
In Deutschland sind mehr Restriktionen und Vorgaben hinsichtlich der Behandlung von Koordinaten und der Genauigkeitsvorgaben vorzufinden. Man kann sagen, dass die französische Vermessung etwas „freier“ arbeiten kann. Auch wird in Frankreich die Mittagspause als heilig betrachtet und regelrecht „zelebriert“. Es kommt durchaus öfter vor, dass man sich in gemütlicher Atmosphäre zusammen mit den Mitarbeitern in einem netten Restaurant wiederfindet. Insgesamt wird Arbeit in Frankreich etwas gelassener behandelt und doch scheint es zu funktionieren.
Es folgte ein weiteres Wochenende mit einer Fahrradtour zu einem großen See in Lyon (Sonnenbrand war vorprogrammiert). Außerdem wurden uns die Altstadt und die berühmte Basilique Notre Dame de Fourvière gezeigt.
So begann die letzte kurze Arbeitswoche mit der Gewissheit, dass sich die Reise leider schon langsam dem Ende naht. Auch wenn die Zeit im Praktikum recht kurz war, konnte man doch einen sehr interessanten Einblick in die Arbeiten eines Betriebes in einem anderen Land erhaschen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Es folgte der Donnerstag, welcher auch ein Feiertag in Frankreich ist, mit einem Besuch im Hochseilgarten der einen willkommenen Ausgleich zur Arbeitswoche bot, jedoch körperlich vergleichbar anstrengend war. Am Freitag besuchten wir dann zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Moussé ein Automobilmuseum, das die Entwicklungsgeschichte des Autos von 1900 mit restaurierten Originalmodellen darstellte. Am Mittag stärkten wir uns mit einem netten Picknick im anliegenden Park.  Den darauffolgenden Samstag stand dann leider schon Packen der Koffer und Reinigen der Zimmer an. Allerdings blieb auch noch ein bisschen Zeit für einen letzten Besuch der Stadt, den wir zum Kaufen diverser Souvenirs nutzen. Um 07:00 Uhr ging dann unser Flug nach Frankfurt, Deutschland. Müde standen wir um halb fünf auch und schleppten mürrisch unsere zum Platzen vollgeladenen Koffer nach draußen und warteten auf das Taxi, das uns zum Flughafen bringen würde. Wir flogen pünktlich ab und bekamen auch den Flieger von Frankfurt nach Hamburg plangemäß. So endete eine sehr toll geplante und organisierte Fahrt, die uns einzigartige Erfahrungen brachte, die man so in der Form wohl nicht wieder erleben wird.

 

Weitere Arbeitsberichte der Bautechnischen Assistentinnen und Assistenten (BFBA)

Ich habe anderthalb Wochen bei Eiffage im Bereich Tiefbau arbeiten dürfen. Auf dieser Baustelle wird ein fünfstöckiges Wohnhaus mit Garage gebaut. Die Verständigung mit den Facharbeitern gestaltete sich schwierig, da mein Französisch und deren Englisch nicht gut genug war, um Instruktionen und Aufgaben zu verstehen. Mehr als kleine helfende Tätigkeiten waren deshalb nicht möglich.

Mein Praktikum habe ich bei unamine.fr, einem französischen Architekturbüro, absolviert. Dort durfte ich unteranderem mit dem mir aus der Schule bekannten 3D-Programm SketchUP arbeiten. Zu meinen Tätigkeiten zählten zum Beispiel kleinere zeichnerische Aufgaben sowie das Erstellen von Modellen aus Styropor.

Ich habe 2 Wochen einen Französischen Architekten bei seiner Arbeit begleitet. Ich konnte erste Eindrücke sammeln wie es ist diesen Job zu tätigen. In Kiel mache ich eine schulische Ausbildung zum Bautechnischen Assistenten. Meine Aufgaben waren Lagepläne zu erstellen auf "AutoCad" und wir haben uns die Wünsche des Bauherrn angehört, haben sie reflektiert und ihn dazu beraten. Zusammen mit dem Bauherrn haben wir den Bedarf analysiert. Wir haben uns die ganze Zeit auf Englisch unterhalten, es hat sehr gut geklappt. Im Nachhinein bin ich froh diese Erfahrung gemacht zu haben und kann jetzt mit Zuversicht meine Ausbildung in Kiel absolvieren.

Das Praktikum in Lyon bei der Firma Coras hat mir sehr gefallen, weil ich dort vieles wiederauffrischen konnte, was ich bereits gelernt habe. Ich war insgesamt zwei Wochen in dem Praktikum, und hatte eine Menge Spaß. Meine Arbeitskollegen, Kevin, Moammet und Mat sind sehr nett und lustig. Wir haben zusammen die Abflussrohre für Schmutzwasser und Regenwasser verlegt, das Gebiet geebnet, damit dort ein neuer Parkplatz entstehen kann und eine Senkschacht Senkung erledigt.

Das Praktikum in Lyon absolvierte ich im Bereich Tiefbau bei der Firma Maia Sonnier. Mein Betrieb beschäftigte sich zu dem Zeitpunkt mit dem Bau einer neuen Tramway. Zu meinen Tätigkeiten gehörte das bedienen einer Betonmaschine und das bringen von Werkzeugen.

Meine Arbeit im Tiefbau bei der Firma Eifage war eine interessante, neue Erfahrung für mich. Dort wurde eine Tiefgarage mit 5 Stockwerken gebaut. Dort habe ich Arbeiten verrichtet wie z.B. Rohre sägen, die Baustelle fegen, Markierungen für neue Mauerstücke setzen, mit Hilfe eines Tachimeters Punkte nachmessen, neue Mauerabschnitte einplanen, Stahlgerüste für Mauern anfertigen, Mauerstücke aus Beton gießen und Stahlgerüste für die Mauern anfertigen. Es war sehr interessant als angehender Architekt zu sehen, was für Arbeiten auf einer Baustelle nötig sind und was für ein Aufwand dahintersteckt. 

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